Unwirksame Arbeitgeberkündigung bei nachträglicher Schwangerschaftsmitteilung

Erfuhr eine Dienstnehmerin erst zwei Wochen nach der Dienstgeberkündigung durch einen Schwangerschaftstest erstmals von ihrer Schwangerschaft und konnte sie wegen Übelkeit und Schwindelgefühls erst drei Tage später einen Arzt aufsuchen, der die Schwangerschaft feststellte, ist die noch am selben Tag erfolgte Meldung an den Arbeitgeber rechtzeitig. Die nachträgliche Schwangerschaftsmeldung macht die Kündigung somit rechtsunwirksam. (OGH 8. 9. 2005, 8 ObA 45/05h)