Beitragszuschlag bei unberechtigter bloß geringfügiger Anmeldung

Das Bestehen der Verpflichtung zur Anmeldung zur Sozialversicherung vor Arbeitsantritt setzt die Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze voraus. Dies wirft daher die (wegen der unterschiedlichen Beitragszuschläge relevante) Frage auf, ob eine Anmeldung als geringfügig Beschäftigter erst nach Arbeitsantritt bei Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze als Verletzung der Verpflichtung zur rechtzeitigen Anmeldung oder „lediglich“ als Meldung eines zu niedrigen Entgelts zu qualifizieren ist. Der VwGH hat nunmehr entschieden, dass dieser Tatbestand als Verstoß gegen die in Bezug auf das Entgelt bestehende Meldepflicht anzusehen ist ( VwGH 17. 10. 2012, 2012/08/0143).