Schätzung und Umsatzzurechnung bei Bordellen

Strittig war im Berufungsfall, ob die Entgelte für die Liebesdienste der im Bordell tätigen Prostituierten dem Bordellbetreiber als Unternehmer auch dann umsatzsteuerlich zuzurechnen sind, wenn – so wurde zumindest behauptet – Gästeinformationsblätter („Hausordnung“) im Lokal aufgelegt wurden, mittels deren die Freier darauf hingewiesen werden, dass die Prostituierten selbständig tätig seien und ihre Dienstleistungen unmittelbar an den Freier erbringen würden. Des Weiteren wurde die Schätzungsberechtigung...