Behindertenbedingte Baumaßnahmen im Wohnhaus der Eltern als außergewöhnliche Belastung

Werden in einem von den Eltern an die Kinder unter Einräumung eines lebenslangen Wohnrechts übergebenen Gebäude mehr als 20 Jahre nach Übergabe behindertenbedingte Baumaßnahmen gesetzt, für welche die übernehmenden Kinder die Kosten übernehmen, besteht in Hinblick auf den beträchtlichen Zeitablauf kein wirtschaftlicher Zusammenhang mit der Liegenschaftsübertragung. Beim Einbau eines Treppenlifts hat die Baumaßnahme nur eingeschränkten Verkehrswert und führt zu einer Vermögensminderung. Der Berücksichtigung derartiger Aufwendungen als außergewöhnliche Belastung steht daher kein Gegenwert entgegen.