Kein Vorsteuerabzug bei Unkenntnis vom Betrug aufgrund vorwerfbarer Unterlassung zwingender Nachforschungen

Wenn die Begleitumstände bei Zukäufen derart verdächtig sind, dass sich Nachforschungen im Bereich des Tatsächlichen nahezu zwingend aufdrängen, und sich der Käufer stattdessen aber mit der Ablage vorgelegter formaler Nachweise begnügt, liegt zumindest eine vorwerfbare Unkenntnis vom MwSt-Betrug vor. Auch der Umstand, dass eventuell die gesamte Branche unter den gegebenen Risikofaktoren auf die gleiche sorglose Art ihre Verpflichtung zur Wachsamkeit beim Leistungsbezug vernachlässigt hat...