Gebrauchsüberlassung einer Wohnimmobilie durch Privatstiftung

Neuland betrat der UFS bei der Bewertung des Vorteils, der einer Alleinbegünstigten dadurch zufloss, dass sie ein durch eine Privatstiftung nach persönlichen Vorstellungen errichtetes exquisites Haus gemeinsam mit einem anderen Stifter unter nicht fremdüblichen Bedingungen bewohnte.Siehe zur Entscheidung bereits die Kurzbesprechung bei Raab/Renner, Aktuelle Entscheidungen des UFS zu Körperschaften, UFSjournal 2013, 252 (265).Unter anderem beurteilte er einen „verlorenen Bauaufwand“ von 15 % der Baukosten als Zufluss und besteuerte ihn im Jahr des Bezugs der Liegenschaft als Zuwendung.Den laufenden Nutzungsvorteil besteuerte er in Höhe einer „fiktiven Leasingrate“ (AfA-Komponente + 4,75 % Zinsen vom eingesetzten Kapital) unter Verprobung mit der Renditeerwartung eines fremden Investors (Liegenschaftszins ca. 4 %).Er erhöhte zudem die Haftungsinanspruchnahme der Privatstiftung für die auf die Nutzung entfallende KESt von 25 % des Vorteils auf 33,33 %, weil von ihr bis zur Entscheidung durch die Rechtsmittelbehörde trotz Aufforderung nicht einmal vorgebracht worden war, es sei beabsichtigt, die KESt von der Begünstigten zurückzufordern.